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Die Bücher sind geschlossen, Zeit für die Abrechnung des Jahres 2015 an den chinesischen Kinokassen. Fast wäre die erstaunliche Marke von 50% Wachstum geknackt wurden, aber auch die 48,7% auf insgesamt 44 Millarden Yuan bringen China einen  deutlichen Schritt näher an das prestigeträchtige Ziel, bald weltgrößter Kinomarkt zu werden. 61,6% des Umsatzes geht dabei nach Aussage der chinesischen Regulierungsbehörde auf das Konto heimischer Produktionen, Hollywood musste sich mit 45,5% begnügen.

Am Bemühen hat es nicht gelegen: alle Kassenschlager des US-Marktes waren auch in China am Start. Die Verschiebung des Star Wars-Startes auf einen Januartermin hat sicher ein wenig geholfen, ebenso wie kreative Buchführung beim Jahressieger „Monster Hunt“, die üblichen Moratorien für ausländische Filme während wichtiger Ferien und die simultane Terminierung einiger Hollywood-Filme. Am Ende steht aber der Stolz der chinesischen Produzenten, es den Amerikanern wieder einmal ein bisschen gezeigt zu haben.

Das Potential für Wachstum liegt zudem weiter bei den heimischen Produktionen. Die durchschnittlich nur 0,8 Filmtheaterbesuche pro Kopf (USA: 3,22) haben vor allem mit der weiterhin dünnen Versorgung in den kleineren Städten abseits der Ostküstenmetropolen zu tun. Zwar kamen 2015 etwa 8000 neue Leinwände dazu, aber das ist noch bei weitem nicht das Ende des Wachstums. Das Wachstum wird vor allem abseits der Ballungszentren weitergehen, und dort ist das Publikum traditionell stärker an heimischen Stoffen als an internationalen Franchise-Produktionen interessiert.

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